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Mit Blick auf die bevorstehende Downhill-Saison spricht der Geschäftsführer der Skiarena Steinach, Gerhard Müller, von einem nahtlosen Übergang und plant die Bikepark-Eröffnung für Ende März/Anfang April, damit also unmittelbar nach Beendigung des Skibetriebes. Müller erläutert, dass auf jeden Fall ein hohes Maß an Flexibilität gefragt ist und zeitlicher Leerlauf nicht zur Debatte steht. Eile scheint besonders mit Blick auf die ständig steigenden Angebote der anderen Bikepark-Betreiber in Deutschland angesagt. Nico Thieme (Rudolstadt) als einer der Mitbegründer des Downhill-Sports in der Saale-Rennsteigregion betont: “Die Konkurrenz ist stark. In Bayern und Baden-Württemberg werden Radsportler mit den verschiedensten Angeboten gelockt. Die Offerten für Breitensportler seien “gewaltig”. Thieme sagt, dass die Liftbetreiber in den Alpenländern das eigentliche wirtschaftliche Potenzial dieser Sportart längst erkannt haben. Für manchen Bikepark im süddeutschen Raum seien mehrere Hundert Downhiller pro Tag längst nicht mehr außergewöhnlich. Die bestehenden Anlagen würden ständig modifiziert und auf noch höheren Zuspruch ausgerichtet, zudem Strecken mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden installiert. Und auch in Steinach soll sich einiges im Bikepark-Areal tun. “Wir werden den oberen Streckenteil ausbauen und attraktiver gestalten , verrät Müller. Auch soll der Kurs in der einen oder anderen Sektion anspruchsvoller werden. Und Thieme lässt wissen, dass fortan im Bikepark Fahrerlehrgänge und Technikseminare zum Angebot gehören. Als vor rund 15 Jahren sich die ersten Downhiller in Thüringen talwärts stürzten, hatte wohl niemand gedacht, welch steile Entwicklung diese Disziplin nehmen würde. Heute zählt die Saale-Rennsteig-Region zu den absoluten Hochburgen dieser Sportart. Rund 400 Akteure standen beispielsweise im Vorjahr beim “X-Cup am Steinacher Stadtrand am Start. “Heuer , verspricht Thieme, “wird das Teilnehmerfeld noch internationaler. Die Wertigkeit des “X-Cups ist gestiegen, und immer mehr Profi-Rennfahrer aus Frankreich, Österreich und der Schweiz drängen in die beliebte Serie. Männer wie Thieme sagen - auch angesichts des offenbar schnell fortschreitenden Klimawandels - der Downhill-Szene in den angestammten klassischen Wintersportgebieten eine große Zukunft voraus. Er erwartet weiter steigende Starterzahlen und auch noch mehr Wettbewerbe. “Von den weitreichenden Erfahrungen der Wintersportvereine können wir Radsportler dabei nur profitieren , betont Thieme. Und wenn der erfahrene Radsportler von Steinach spricht, macht er vor allem auf die Vorzüge der Liftanlage am Silbersattel aufmerksam. Er weiß jedoch auch, dass keineswegs wenige Radsportlerherzen der Saale-Rennsteig-Region für Lauscha schlagen. Die Downhill-Veranstaltungen am Marktiegel sind legendär, und das Einzelzeitfahren am Schanzenaufsprunghang, bei dem Spitzengeschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometer erzielt werden, hat eine große Anhängerschaft. Als absoluter Höhepunkt gilt 2008 der “X-Cup” am 30./31. August in Steinach. Zuvor jedoch steigt im Juni mit dem Zwölf-Stunden-Marathon ein weiteres Radsportspektakel. Müller möchte bei diesem Wettbewerb wieder ein hochkarätiges Rahmenprogramm zelebrieren und ganze Heerscharen von Sportfans in die Skiarena locken. Quelle: OTZ / N.Thieme |