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Welch ein Radweg! Den Radfahrer – zumal, wenn er das erste Mal den Fuldaradweg befährt – interessiert zuvorderst wahrscheinlich, warum diese Strecke unter Insidern ein solch guter Ruf voraus eilt.Der Fuldaradweg sei einer der schönsten Radwege Deutschland. Sagt so mancher.
Oha. Ein wirklich hoher Anspruch. Oder besser gesagt: ein anspruchsvoller Ausspruch.Prüfen wir kurz die Begründungen dafür. Da stoßen wir zunächst auf ein Hauptargument: der Fuldaradweg ist ‘gruppenfreundlich’. In der Tat. Das bestätigen alle, die diesen Weg schon mal in Gemeinschaften gefahren sind. Von der Quelle, knapp unterhalb der Wasserkuppe, bis zur Mündung, an der sich Fulda und Werra zur Weser verbünden, hat sich die Fulda einen wirklich bequemen Weg flussabwärts gesucht. So bequem, dass es für den Radfahrer kaum anstrengende Steigungen gibt, wenn er ihrem Lauf folgt.
Damit eignet sich die Strecke natürlich hervorragend für Familien mit Kindern, für größere Gruppen, in denen auch nicht so gut durchtrainierte Fahrerinnen und Fahrer mitmachen, und natürlich für jeden, der mal ganz entspannt in eine Landschaft eintauchen will, die ihn mehr und mehr gefangen nimmt.Damit sind wir beim zweiten, wichtigen Argument, das diesen Radweg so lobenswert macht: der Fuldaradweg ist ‘Seelenbalsam’. Wenn der Anblick einer Landschaft seine Besucher so in Verzückung geraten lässt wie es den herrlichen Tälern am Fuße der Mittelgebirge zwischen Gersfeld und Hannoversch Münden gelingt, dann hat das auch etwas Magisches.Und dann gibt es noch ein drittes, völlig überraschendes Argument: Der Fuldaradweg bietet genügend Zeit und Muße, mal abseits seiner eigentlichen Route Landschaft, Dor fschaft und deren Bewohner näher kennen zu lernen.Da ist gewiss etwas dran. Denn bei einer Strecke von nur rund 200 bis 220 Kilometern kann man es gemütlicher angehen lassen, als wenn man eine längere Tour vor der Brust hat. Und dann – versprochen! – entdeckt man Sehenswürdigkeiten, Kuriositäten, Attraktionen und unerwartete Einblicke in versteckten Nischen, die sich am Fuldaradweg scheinbar aus dem Nichts heraus offenbaren.